Nachhaltige Forschung

LAUFENDE FORSCHUNGSPROJEKTE DER ORCA FOUNDATION

ORCA stärkt das Bewusstsein und weckt Interesse für den Meeresschutz in Plettenberg Bay und betreibt Forschungsprojekte, deren Erkenntnisse die Verwaltungsbehörden in der Entscheidungsfindung in Bezug auf den Schutz heimischer Meeresarten unterstützen. ORCA involviert Freiwillige in heimische Forschungsprojekte, Initiativen zum Schutz der Meere und Bildungsprogramme für die Gemeinde und lehrt Kindern den Wert unserer Meere.

Projekte

Buckeldelphin Studie

Aufgrund seiner Vorliebe für seichte, küstennahe Gewässer ist der indo-pazifische Buckeldelphin Gefahren ausgesetzt, die durch Menschen verursacht werden und wurde vor kurzem in die Liste der bedrohten Tierarten in Südafrika aufgenommen. Mit einer geschätzten Populationsgröße von weniger als 500 Tieren, ist diese Tierart die meist bedrohte Art unter den heimischen Meeressäugetieren. Die ORCA Foundation führt 4 mal im Monat Bootsfahrten durch, um Daten über Sichtungen zu erheben und Fotoidentifikation der Tiere durchzuführen. Die erhobenen Daten werden in Zusammenarbeit mit der Nelson Mandela University verwendet, um das Wissen über diese Tierart zu vertiefen, die Entwicklung der Populationsgröße zu ermitteln und Verwaltungsbehörden im Bereich des Umweltschutz bei wichtigen Entscheidungen zu unterstützen.

Beobachtung von Robben, Haien, Walen und Delfinen im Robberg Meeresschutzgebiet

Wanderungen auf der Robberg Halbinsel werden regelmäßig unternommen, um Beobachtungen von festgelegten Aussichtspunkten auf den Klippen durchzuführen. Von dort aus werden die Umgebungsbedingungen und das Vorkommen und Verhalten von Robben, Haien, Walen, Delfinen, Booten der Tourismusindustrie und Anglern dokumentiert. Die erhobenen Daten werden verwendet, um die Interaktion zwischen Robben und Haien zu verfolgen, und die Wichtigkeit des Meeresschutzgebietes zu unterstreichen.

Erhebung von Daten auf Bootsfahrten mit Ocean Blue Adventures

Auf den kommerziellen Whale Watching Bootsfahrten von Ocean Blue Adventures werden Sichtungen von Meerestieren wie Walen, Delfinen, Robben, Haien und Seevögeln dokumentiert. Die Rückenflossen aufgefundener Wale und Delfine werden fotografiert und für die Identifikation einzelner Tiere verwendet. Verletzte oder in Netzen verfangene Robben und Arten, die für die Region untypisch sind, werden ebenfalls fotografiert und dokumentiert. Alle Daten werden in Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Forschungsprojekten verwendet, um Informationen über die Verteilung verschiedener Arten in der Bucht, Bewegungsmuster, Veränderungen der Populationsgröße, Gesundheitszustand der Population, Interaktion zwischen Räubern und Beute und Interaktion zwischen Mensch und Tier zu erheben.

Strandungen und Autopsien von Meeressäugetieren

Gelegentlich unterstützt ORCA Biologen beim Sezieren von gestrandeten Walen, Delfinen und Robben. Es werden Proben für die Forschung entnommen und monatlich ins Port Elizabeth Museum transportiert. Dort werden die Proben in diversen laufenden Studien verwendet, um Informationen über Meeressäugetiere zu erheben, wie Morphologie, Taxonomie, Populationsstruktur, Ernährung, Gesundheit, Interaktion mit der Fischerei und Interaktion zwischen Räubern und Beute. Selten haben wir auch die Möglichkeit mit lebenden gestrandeten Robben zu arbeiten. In diesem Fall werden sie eingefangen, markiert, an einen anderen Ort gebracht und/oder freigelassen. Strandungen von lebenden Walen oder Delfinen sind extrem selten.

 

Vorkommen und Verhalten des südafrikanischen Seebärs in der Keurbooms Flussmündung

Regelmäßige Bootsfahrten werden an der Keurbooms Flussmündung unternommen, um das Vorkommen und Verhalten des südafrikanischen Seebärs in diesem Gewässer zu dokumentieren. Die Robben werden fotografiert, und auffällige Narben an den Flossen verwendet, um einzelne Tiere zu identifizieren. Auch beim Jagen werden die Robben fotografiert, und die Art der Beute wird festgehalten. Dadurch versuchen Biologen festzustellen, ob sich manche Individuen auf Süßwasserfische spezialisiert haben, und ob ihr Verhalten von der Jahreszeit oder den Gezeiten abhängt und geschlechts- oder altersspezifisch ist. Außerdem ist die Studie darauf abgezielt, die Auswirkung der Robben auf die Freizeitfischerei zu erfassen, welches ebenfalls dokumentiert wird.